| 




|
Baufortschritt am BV „Prinz Heinrich“
in Werder (Havel)
Baubeginn Mitte August
2005 mit den Entkernungsarbeiten, Entrümpeln der einzelnen
Räumlichkeiten, entfernen des Innenputzes, Demontage
der maroden Innentüren und die aufwendigste Arbeit,
dass Entfernen des ca. 150 m2 Betonfußbodens mit einer
Stärke von bis zu 50 cm.
"...die warme Witterung spielt uns in die Hände,
und wir konnten schon einen kleinen Teil der Fassade vom
Gerüst befreien. Besonders schön kommen hier die
Stuckelemente wie die Kapitelle und das tief gereinigte
Mauerwerk zur Geltung..."
Diese Arbeit war unumgänglich da davon auszugehen war,
dass keine Fußbodendämmung vorhanden ist. Bei
diesen Arbeiten kamen allein ca. 150 m3 Schutt zusammen...
Nach der ersten Septemberwoche begannen die Maurer- und
Trockenlegungsarbeiten. Mit einem aufwendigen Mauersägeverfahren
wurde das gesamte Gebäude „aufgesägt“
und komplett gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet.
Den Erfolg kann man bereits schon jetzt erkennen. Die gleiche
vom TÜV überwachte Firma bekämpfte den bei
den Entkernungsarbeiten im alten Tresenbereich entdeckten
Hausschwammbefall fachgerecht.
Beim Entkernen des kleinen Kellers entpuppte sich dieser
als alter Eiskeller in dessen Fußboden ein sehr gut
erhaltener Bierzapfhahn ( Bierfassstecher ) zum Vorschein
kam
Besonders große Freude kam auf, als beim Freilegen
der Balkonbrüstung die noch sehr gut erhaltenen Zierelemente
zum Vorschein kamen.
"... die Fenster sind auch schon drin, allerdings
noch durch eine Schutzfolie geschützt. Der Stuck wurde
sehr detailgetreu in seinem Ursprungszustand restauriert
Auf diesem Bild sieht man sehr schön die sehr fein
restaurierte Schmuckelemente am Giebel des Hauses. Mit wieviel
Liebe in das Detail die Restaurierung des Hauses von statten
geht sieht man auch an einer Nahaufnahme der Schmuckelemente
der Balkonbrüstung des zukünftigen Hochzeitszimmer..."
Nach Inaugenscheinnahme durch den
Sanierungsträger Potsdam und unserem Steinmetzmeister
wurden die Balkonbrüstungselemente demontiert und in
die Werkstatt zum Restaurieren gebracht.
Die Maurerarbeiten im Innenbereich beschränkten sich
im weitesten auf das Schließen von Türöffnungen,
Herstellen von neuen Öffnungen, Einsetzen von Stürzen
und Stahlträgern, Aufmauern von neuen Anschlägen
und das Herstellen von zwei neuen Fensteröffnungen.
Bereits Ende September konzentrierten sich die Maurer, bedingt
durch die stabile Wetterlage die Fassadenrestaurierungsarbeiten,
vorrangig auszuführen.
Hierbei mussten die Gesimse und Pilaster neu verputzt und
mit angefertigten Schablonen gezogen werden.
In einigen Sturtzbereichen der Fenster waren die Stahlträger
derart verrostet, dass diese ausgetauscht werden mussten.
Ebenfalls musste ein Teil des Balkons abgetragen werden,
da auch hier die Stahlträger komplett verrostet waren.
Mitte September haben die Dachdecker ihre Arbeiten aufgenommen
und es entstand die Überlegung statt der alten Pappeindeckung
ein wesentlich länger haltbares Doppelfalzzinkblechdach,
einzudecken.
Nach dem der Sanierungsträger, der Denkmalschutz und
der Bauausschuss ihre Zustimmung erteilt hatten, wurde das
Dach Ende Oktober eingedeckt.
Noch im September wurden die Grundinstallationen für
Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro ausgeführt.
Die Trockenbauarbeiten liefen zu den anderen Gewerken parallel.
Ende Oktober wurde die Klinkerfassade durch eine Spezialfirma
im so genannten JOS-Verfahren gereinigt. Anschließend
werden die Fugen kontrolliert und gegebenenfalls nachgefugt.
Da die Klinkersteine durch das JOS-Verfahren an Ihrer Oberfläche
leicht Feuchtigkeitsempfindlich sind, werden die Klinker
mit einer „Fassadencreme“ hydrophobiert (abgedichtet).
"...in den nächsten Tagen wird, wenn das Wetter
mitspielt, das Ganze dann unter der Farbe verdeckt sein
und wie neu aussehen! Unter vielen Schichten Lack und Farbe
kam diese wundervolle Holzarbeit zu Tage! Mit welcher Qualität
damals gearbeitet wurde ist mehr als erstaunlich.."
|